2. Oktober 2026 · juka dojo Redaktion · 14 Min. Lesezeit
Nein, das muss nicht so sein. Ein gewisser Rückgang der Muskelkraft gehört zum Älterwerden. Wie stark er ausfällt, hängt aber auch davon ab, wie viel du deine Muskeln forderst. Krafttraining ist dafür die am besten belegte Maßnahme: Studien zeigen im Durchschnitt, dass Kraft und Alltagsfähigkeiten damit zunehmen, selbst bei Menschen über 80.
Vielleicht kennst du den Satz aus dem eigenen Mund. Die Treppe fällt schwerer, die Einkaufstasche wirkt schwerer als früher, und das Aufstehen vom Sofa braucht einen Schwung mehr. Das ist kein Grund zur Sorge, aber ein guter Grund, genauer hinzusehen.
Der Fachbegriff für einen ausgeprägten Muskelabbau heißt Sarkopenie. Er beschreibt eine anerkannte Muskelerkrankung, bei der Kraft und Muskelmasse deutlich nachlassen. Nicht jeder, der sich schwächer fühlt, hat sie. Ob es bei dir so ist, klärt eine Ärztin oder ein Arzt.
Hier steht, was hinter nachlassender Kraft stecken kann, wie man es feststellt und was Studien zu Training und Eiweiß zeigen. Du liest auch, wann du ärztlich abklären lassen solltest und wie ein Einstieg im juka dojo Hamburg aussehen kann.
Key Takeaways
Ab etwa 50 sinkt die Muskelkraft in Studien um 1,5 bis 5 Prozent pro Jahr, die Beinmuskelmasse um 1 bis 2 Prozent. Das sind Spannbreiten, keine feste Rate.
Sarkopenie ist eine anerkannte Muskelerkrankung. Eine Ärztin oder ein Arzt stellt sie über die Kraftmessung fest. Griffkraft und Aufstehtest sind Hinweise, kein Selbsttest.
Krafttraining ist die am besten belegte Maßnahme. Die Kraft steigt in Studien auch bei Hochbetagten. Wie viel davon im Alltag spürbar wird, lässt sich nicht sicher vorhersagen.
Üblich sind zwei bis drei Trainingstage pro Woche, nicht hintereinander. Einsteiger starten mit einem Satz pro Übung und gehen nicht bis zum Muskelversagen.
Ab 65 gelten mindestens 1,0 Gramm Eiweiß pro Kilogramm und Tag. Pulver bringen beim Training im Schnitt wenig dazu, Vitamin D hilft nur bei Mangel, und ein zugelassenes Arzneimittel gibt es nicht.
Gegen Stürze helfen Kraft und Gleichgewicht zusammen besser als Kraft allein. Warnzeichen wie plötzliche Schwäche oder ungewollter Gewichtsverlust gehören ärztlich abgeklärt.
Was ist Sarkopenie, und ist das einfach normales Altern?
Sarkopenie ist mehr als das übliche Nachlassen. Der europäische Konsens EWGSOP2 von 2019 beschreibt sie als fortschreitende Erkrankung der Skelettmuskulatur, die mit mehr Stürzen, Brüchen und Einschränkungen im Alltag verbunden sein kann. Im Mittelpunkt steht die Muskelkraft, nicht die Muskelmasse allein, weil die Kraft den Verlauf besser vorhersagt.
Seit 2024 gibt es zusätzlich eine weltweite Begriffsbestimmung, erarbeitet von der Global Leadership Initiative in Sarcopenia. Muskelmasse, Muskelkraft und die Kraft im Verhältnis zur Muskelgröße gehören danach zur Definition. Eingeschränkte Leistung im Alltag gilt als Folge. Wie man das im Alltag der Praxis misst, ist international noch nicht abschließend festgelegt. In Deutschland richten sich Ärztinnen und Ärzte weiter nach EWGSOP2.
Wie häufig ist Sarkopenie? Eine Auswertung von 151 Studien mit knapp 700.000 Menschen fand bei über 60-Jährigen je nach Definition zwischen 10 und 27 Prozent. Für Deutschland nennt das Deutsche Ärzteblatt 2025 eine bevölkerungsbasierte Studie, nach der etwa 7 Prozent der über 65-Jährigen betroffen waren. Die Spanne zeigt: Die Zahl hängt davon ab, wie man misst. Sicher ist nur, dass sie mit dem Alter steigt.
Fachleute unterscheiden außerdem eine altersbedingte Form von einer, bei der weitere Ursachen mitspielen, etwa Erkrankungen, Mangelernährung oder lange Inaktivität. Beides kommt oft zusammen.
Wann beginnt der Abbau, und wie schnell geht er?
Die Muskelkraft erreicht ihren Höhepunkt im jungen Erwachsenenalter, bis etwa 40. Ab etwa 50 sind die Verluste in Studien gut beschrieben: Die Beinmuskelmasse sinkt um 1 bis 2 Prozent pro Jahr, die Kraft um 1,5 bis 5 Prozent. So fasst es der EWGSOP2-Konsens zusammen. Das sind berichtete Spannbreiten, keine feste Rate. Bei dir kann es schneller oder langsamer gehen. Auffällig ist: Die Kraft sinkt in diesen Studien schneller als die Muskelmasse.
Muskeln folgen dem Gebrauch. Das zeigen zwei kleine Studien an gesunden Älteren. Nach zehn Tagen Bettruhe war die Kniestreckkraft von elf Personen im Schnitt um 13 Prozent gesunken. Zwei Wochen mit nur noch rund 1.400 Schritten am Tag kosteten zehn Personen im Schnitt knapp 4 Prozent fettfreie Beinmasse. Beide Studien sind klein und kurz. Sie passen aber zur Aussage des Konsenses, dass Inaktivität zur Sarkopenie beiträgt, ob durch Sitzen, Krankheit oder Schonung.
Was bedeutet das für dich, wenn du Mitte 40 oder 50 bist? Der Konsens nennt das Ziel so: in der Lebensmitte Muskeln erhalten, im Alter möglichst wenig verlieren. Eine Auswertung von 49 Studien mit Menschen ab 50 deutet außerdem darauf hin, dass der Zuwachs an Magermasse mit höherem Alter etwas geringer ausfällt. Früh anzufangen lohnt sich also. Zu spät ist es trotzdem nie, wie der nächste Abschnitt zeigt.
Woran du einen Verdacht erkennst und warum du dich nicht selbst diagnostizieren solltest
Ein Verdacht entsteht meist im Alltag: Du brauchst für Treppen länger, kommst schwerer aus dem Stuhl hoch, trägst Taschen ungern oder fühlst dich beim Gehen unsicher. Der Fragebogen SARC-F erfasst genau das mit fünf Fragen zu Kraft, Gehen, Aufstehen, Treppensteigen und Stürzen. Ab vier Punkten ist er auffällig. Er übersieht aber viele Betroffene: Laut Ärzteblatt erkennt er nur gut die Hälfte.
Gemessen wird die Kraft ärztlich, meist mit zwei einfachen Tests. Beim Griffkrafttest drückst du ein Messgerät zusammen. Als auffällig gelten unter 27 Kilogramm bei Männern und unter 16 Kilogramm bei Frauen. Beim Aufstehtest stehst du fünfmal ohne Hilfe der Arme vom Stuhl auf. Mehr als 15 Sekunden gelten als Hinweis auf zu wenig Kraft. Fällt ein Test auffällig aus, kann zusätzlich die Muskelmasse gemessen werden, per Röntgen-Absorptiometrie oder Impedanzmessung.
Warum nicht zu Hause? Die Grenzwerte sind Orientierung. Deutsche Daten aus der NAKO-Gesundheitsstudie legen für die Griffkraft etwas höhere Werte nahe, nämlich 29 und 18 Kilogramm. Stuhlhöhe, Technik und Tagesform verändern das Ergebnis. Auch Schmerzen, Gelenke oder das Herz können Ursachen sein. Fällt dir das Aufstehen schwer, ist das ein Anlass für ein Gespräch in der Praxis, keine Diagnose.
Laut Ärzteblatt reicht der Nachweis geringer Kraft aus, um mit der Behandlung zu beginnen. Sarkopenie ist vielen Ärztinnen und Ärzten aber wenig vertraut, und gezieltes Testen ist selten. Sprich es deshalb konkret an: „Ich merke, dass meine Kraft nachlässt. Können wir Griffkraft und Aufstehen prüfen?“
Krafttraining: Was die Studien zeigen
Krafttraining verbessert in Studien verlässlich die Kraft, auch bei Älteren. Die Cochrane-Übersicht von 2009 wertete 121 Studien mit 6.700 Teilnehmenden aus. Die Kraft stieg deutlich, das Gehtempo im Mittel um 0,08 Meter pro Sekunde, und das Aufstehen vom Stuhl wurde leichter. Schwere Nebenwirkungen waren selten. Muskelkater und Gelenkschmerzen wurden in vielen Studien berichtet.
Bei diagnostizierter Sarkopenie fallen die Durchschnittswerte bescheidener aus. Zwei Auswertungen von 2025 und 2026 (24 und 13 Studien) fanden eine um etwa 2,3 bis 3 Kilogramm höhere Handkraft. Fünfmal Aufstehen ging 1,3 bis 1,8 Sekunden schneller. Die Muskelmasse reagierte schwächer und uneinheitlich. Eine der Auswertungen hält diese Durchschnitte sogar für zu klein, um sie im Alltag sicher zu spüren. Die Studien waren klein und dauerten meist nur wenige Monate. Was du im Alltag merkst, lässt sich daher nicht vorhersagen.
Dass Muskeln auch spät noch reagieren, zeigen ältere Studien. In einer Studie mit gebrechlichen Menschen um die 90 stieg die Kraft nach acht Wochen Training im Mittel um 174 Prozent, bei sehr niedrigen Ausgangswerten und nur neun Teilnehmenden. In einer weiteren mit 100 Heimbewohnern, im Schnitt 87 Jahre alt, stieg sie nach zehn Wochen bei den Trainierenden um 113 Prozent. Das ist kein Maßstab für dich. Es zeigt nur, dass der Körper bis ins hohe Alter auf Training anspricht.
Auch der Alltag profitiert. In der LIFE-Studie mit 1.635 inaktiven Menschen zwischen 70 und 89 verloren innerhalb von durchschnittlich 2,6 Jahren 30,1 Prozent der Bewegungsgruppe die Fähigkeit, 400 Meter zu gehen, in der Vergleichsgruppe 35,5 Prozent. Das Programm kombinierte Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit.
Wie oft und wie: Die Dosis, die Fachgesellschaften nennen
Mindestens zweimal pro Woche, sagt die Weltgesundheitsorganisation: Ab 65 empfiehlt sie Muskelkräftigung an mindestens zwei Tagen, die alle großen Muskelgruppen einbezieht. Dazu kommt ein abwechslungsreiches Training aus Kraft und Gleichgewicht an mindestens drei Tagen pro Woche. Etwas Bewegung sei besser als keine.
Das Positionspapier der amerikanischen Fachgesellschaft NSCA von 2019 wird konkreter. Du trainierst an zwei bis drei Tagen pro Woche, nicht an aufeinanderfolgenden. Du wählst acht bis zehn Übungen für die großen Muskelgruppen, etwa Beinpresse, Rudern und Brustpresse. Einsteigerinnen und Einsteiger beginnen mit einem Satz und steigern später auf zwei bis drei Sätze mit acht bis zwölf Wiederholungen. Die Last wächst langsam. Bis zum Muskelversagen musst du nicht gehen: Das bringt Älteren laut Papier keinen zusätzlichen Gewinn. Eine Übung aus dem Alltag gehört dazu, das Aufstehen vom Stuhl.
Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose oder großer Schwäche nennt das Papier leichtere Startlasten. Das Ärzteblatt beschreibt für die Studien meist zwei- bis dreimal pro Woche etwa eine Stunde, über acht bis 36 Wochen, im Mittel zwölf Wochen. Gib dir also Zeit. Mit Anleitung zur Technik gilt Krafttraining bei gesunden Älteren als sicher.
Ab 65 empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung als Schätzwert 1,0 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, darunter 0,8 Gramm. Die europäische Fachgesellschaft ESPEN rät Älteren zu mindestens 1 Gramm. Expertengruppen nennen für gesunde Ältere 1,0 bis 1,2 Gramm, bei Krankheit 1,2 bis 1,5 Gramm. Wer trainiert, liegt eher bei 1,2 Gramm und mehr. Bei 70 Kilogramm sind das 70 bis 84 Gramm am Tag, über Milchprodukte, Eier, Fisch, Fleisch und Hülsenfrüchte erreichbar. Bei schwerer Nierenschwäche gilt das nicht: Dort muss die Eiweißmenge ärztlich geklärt werden.
Reicht Eiweiß allein? Nein. In einer Studie mit 100 gebrechlichen Heimbewohnern half ein Nährstoffgemisch ohne Training nicht gegen Muskelschwäche. Beim Training bringt zusätzliches Eiweiß im Durchschnitt wenig dazu: Eine Auswertung von 49 Studien fand rund 0,3 Kilogramm mehr Magermasse, und der Effekt ließ mit dem Alter nach. Das Ärzteblatt stuft die Belege für Ernährung niedriger ein als die für Bewegung. Wie sich Eiweiß am besten über den Tag verteilt, ist offen. Pulver sind also kein Muss. Kommst du im Alltag schwer auf genug Eiweiß, kann ein Pulver eine Ergänzung sein; sprich das mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
Bei Vitamin D gilt: Allein ist die Wirkung auf die Muskeln nicht belegt. Empfohlen wird es bei nachgewiesenem Mangel, ärztlich. Ein zugelassenes Arzneimittel gegen Sarkopenie gibt es derzeit nicht. Training und Ernährung bleiben die beiden Säulen.
Alltag, Krankheit und Gewicht: Was den Abbau zusätzlich antreibt
Langes Sitzen und Schonung tragen zum Abbau bei, Bewegung bremst ihn. Die WHO rät Älteren zu 150 bis 300 Minuten mäßig anstrengender Ausdauerbewegung pro Woche und empfiehlt Muskelkräftigung ausdrücklich zusätzlich. Spazieren und Radfahren sind für Herz und Kreislauf gut. Für den Kraftaufbau brauchst du aber den gezielten Reiz durch Gewichte oder Widerstände.
Auch Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte können Muskeln kosten, ebenso zu wenig Essen. Laut ESPEN ist Mangelernährung ein wichtiger Faktor bei Sarkopenie und Gebrechlichkeit. Bei älteren Menschen geht ein Gewichtsverlust auf Kosten der Muskelmasse.
Das gilt auch beim Abnehmen. Wer mit einer Diät abnimmt, verliert nicht nur Fett. Wird bei übergewichtigen Älteren ein Abnehmen erwogen, soll es nach ESPEN möglichst mit Bewegung kombiniert werden, um Muskelmasse zu erhalten. Sehr strenge Diäten mit unter 1.000 Kilokalorien am Tag lehnt die Leitlinie bei Älteren ab.
Übergewicht schützt nicht. Es gibt die sarkopene Adipositas, bei der viel Fett und wenig Muskel zusammenkommen. In der süddeutschen KORA-Age-Studie betraf sie 4,5 Prozent der über 65-Jährigen. Die Waage zeigt deine Muskeln nicht. Kraft und Alltagstauglichkeit sagen mehr.
Stürze und Selbstständigkeit: Warum Kraft und Gleichgewicht zusammengehören
Menschen mit Sarkopenie stürzen und brechen sich in Studien häufiger etwas. Eine Metaanalyse mit 33 Studien fand für Stürze ein Quotenverhältnis von 1,6 bis 1,9 und für Brüche von 1,7 bis 1,8. Das sind Beobachtungsdaten. Sie zeigen einen Zusammenhang, keine Ursache.
Was beugt Stürzen vor? Die Cochrane-Übersicht von 2019 mit 108 Studien und über 23.000 Teilnehmenden fand: Bewegung senkt die Sturzrate um 23 Prozent. Gleichgewichts- und Funktionsübungen kamen auf minus 24 Prozent, Programme mit mehreren Formen, meist Gleichgewicht plus Kraft, auf minus 34 Prozent. Für Programme, die vor allem aus Krafttraining bestehen, war das Bild unklar. Eine Übersicht von 2026 hält fest, dass direkte Belege dafür, dass ein Muskelzuwachs selbst Stürze verringert, noch begrenzt sind.
Die ehrliche Folgerung: Kräftige Beine sind eine gute Grundlage, aber Gleichgewicht gehört dazu. Trainiere beides. Das passt zu dem, was dir im Alltag wichtig ist: ohne Hilfe aufstehen, Treppen steigen, Einkäufe tragen, ein Enkelkind hochheben.
Wann du ärztlich abklären lassen solltest
Rufe sofort den Notruf 112, wenn plötzlich eine Schwäche oder Lähmung auftritt, meist auf einer Körperseite, oder wenn dir die Sprache wegbleibt. Das sind Zeichen für einen Schlaganfall, wie die Gesundheitsinformation des Bundes beschreibt. Auch Brustschmerzen, Atemnot und Übelkeit gehören sofort in die Notfallversorgung. Bei Frauen fehlen die Brustschmerzen oft, und leichtere Zeichen wie Atemnot und Übelkeit werden leicht übersehen.
Sprich zeitnah mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, wenn du ohne Absicht abnimmst, in sechs Monaten mehr als 5 Prozent deines Körpergewichts. Fachleute werten das als Zeichen für Mangelernährung. Das Gleiche gilt bei wiederholten Stürzen, wenn dir Alltagsaufgaben zunehmend schwerfallen oder wenn neue Muskelschwäche oder Muskelschmerzen auftreten, besonders unter Medikamenten. Setze Medikamente nie selbst ab, sondern kläre das ärztlich. Sehr starke Muskelschmerzen mit rotbraunem Urin nach ungewohnter Anstrengung brauchen rasche Hilfe.
Bevor du mit Krafttraining beginnst, lass Vorerkrankungen abklären, etwa am Herz-Kreislauf-System, an Gelenken, Knochen oder Nieren. Mit der ärztlichen Freigabe wird das Training dann angepasst.
Training bei Muskelabbau im juka dojo Hamburg
Der Einstieg beginnt im juka dojo mit einem Kennenlerngespräch. Dort geht es um deine Wünsche, Ziele und Erwartungen. Danach bekommst du einen individuellen Trainingsplan, den Coaches begleiten, und deine Fortschritte werden sichtbar gemacht. Das juka dojo besteht seit 1970, die Trainerinnen und Trainer sind ausgebildet, und jedes Mitglied bekommt ein festes Trainingskonzept.
Das Angebot umfasst gesundheitsorientiertes Training für Einsteigerinnen und Wiedereinsteiger: Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Es gibt 6-Wochen-Programme, darunter ein Programm für Kraft und Muskulatur. Viele Krankenkassen bezuschussen zertifizierte Präventionskurse; das juka dojo hilft bei der Klärung mit der Kasse. Die Longevity-Seite nennt Muskeln als einen von vier Hebeln, neben Herz, Stoffwechsel und Erholung. Dazu gibt es einen kurzen Test mit 20 Fragen und einen Gesundheits-Check.
Im juka dojo Nienstedten im Hamburger Westen trainierst du an über 80 Geräten. Dort gibt es auch einen chipkartengesteuerten Zirkel, der Kraft- und Ausdauertraining in 37 Minuten verbindet. Im juka dojo Rahlstedt im Hamburger Osten arbeitet das Team nach eigener Angabe mit einem Netzwerk aus Ärzten und Therapeuten. Auf Anfrage gibt es Gruppen- und Präventionskurse.
Wichtig: Das juka dojo stellt keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Abklärung. Es begleitet dein Training. Sprich Vorerkrankungen im Kennenlerngespräch an, damit der individuelle Plan darauf abgestimmt werden kann.
Häufig gestellte Fragen
Lohnt es sich, mit 70 oder 80 noch mit Krafttraining anzufangen?
Die Studienlage spricht dafür. In einer Auswertung von 2026 verbesserte sich das Gehtempo von Menschen mit Sarkopenie auch bei über 75-Jährigen, und Studien mit sehr alten Menschen zeigten Kraftzuwächse. Beginne mit leichten Lasten und Anleitung, und lass Vorerkrankungen vorher ärztlich abklären.
Wie oft pro Woche sollte ich Krafttraining machen?
Die WHO empfiehlt Menschen ab 65 Muskelkräftigung an mindestens zwei Tagen pro Woche. Das Positionspapier der NSCA nennt zwei bis drei nicht aufeinanderfolgende Tage, mit einem Satz pro Übung zum Start. Wie viel für dich passt, hängt von Gesundheit und Erfahrung ab.
Brauche ich Eiweißpulver, um meine Muskeln zu erhalten?
Nicht zwingend. Ab 65 liegt der Schätzwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bei 1,0 Gramm pro Kilogramm und Tag, das lässt sich meist über normale Mahlzeiten erreichen. Zusätzliches Eiweiß brachte beim Training im Schnitt nur etwa 0,3 Kilogramm mehr Magermasse. Bei Nierenerkrankungen kläre die Menge ärztlich.
Wann sollte ich ärztlich abklären lassen, ob ich Sarkopenie habe?
Sprich deine Ärztin oder deinen Arzt an, wenn dir Alltagsaufgaben zunehmend schwerfallen, du ohne Absicht abnimmst oder mehrfach gestürzt bist. Die Praxis kann Griffkraft und Aufstehtest prüfen und bei Bedarf die Muskelmasse messen lassen. Ein Test zu Hause ersetzt das nicht.
Wo kann ich in Hamburg mit Krafttraining starten, um meine Muskeln zu stärken?
Das juka dojo Hamburg hat zwei Clubs. Das juka dojo Rahlstedt liegt im Hamburger Osten in der Schweriner Straße 8-12, 22143 Hamburg, Telefon 040 6775044. Das juka dojo Nienstedten liegt im Hamburger Westen am Langenhegen 9 a-d, 22609 Hamburg, Telefon 040 825841. Der Start ist jeweils ein Kennenlerngespräch.
Kann ich im juka dojo ohne Vorerfahrung starten?
Ja, das gesundheitsorientierte Training richtet sich an Einsteigerinnen, Wiedereinsteiger und Gesundheitsbewusste. Im Kennenlerngespräch im juka dojo Rahlstedt (Schweriner Straße 8-12) oder im juka dojo Nienstedten (Langenhegen 9 a-d) besprichst du Wünsche und Ziele, danach folgt ein individueller Trainingsplan. Bei Vorerkrankungen sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Finale Gedanken
„Ich habe ganz schön abgebaut“ ist ein Satz, der wehtut, weil er nach Einbahnstraße klingt. Die Studienlage sieht anders aus. Kraft ließ sich in jeder untersuchten Altersgruppe steigern, auch wenn nicht jeder Zuwachs im Alltag gleich spürbar ist und manches offen bleibt, zum Beispiel die beste Dosis und die Rolle von Pulvern.
Was bleibt, ist ein einfacher Kern. Muskeln brauchen regelmäßig Widerstand sowie genug Eiweiß und Energie, und das Gleichgewicht will geübt sein. Du musst dafür nicht jung, schlank oder sportlich sein. Du brauchst einen Anfang. Er kann klein sein: ein Gespräch in der Praxis, eine erste Trainingseinheit pro Woche, ein Kennenlerngespräch im juka dojo Hamburg.
Frag dich heute einmal, was du in einem Jahr gern wieder ohne Hilfe schaffen würdest. Fang genau dort an.
Dieser Text wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt.
Quellen (8)
Cruz-Jentoft AJ et al. (2019): Sarcopenia: revised European consensus on definition and diagnosis (EWGSOP2). Age and Ageing 48(1):16-31. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6322506/
Petermann-Rocha F et al. (2022): Global prevalence of sarcopenia and severe sarcopenia: a systematic review and meta-analysis. J Cachexia Sarcopenia Muscle 13(1):86-99. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8818604/
Liu CJ, Latham NK (2009): Progressive resistance strength training for improving physical function in older adults. Cochrane Database of Systematic Reviews, CD002759. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4324332/
Bull FC et al. (2020): World Health Organization 2020 guidelines on physical activity and sedentary behaviour. Br J Sports Med 54:1451-1462. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7719906/
Sherrington C et al. (2019): Exercise for preventing falls in older people living in the community. Cochrane Database of Systematic Reviews, CD012424. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6360922/
Hier trainierst du in Hamburg
Das juka dojo trainiert Menschen in Hamburg seit 1970, mit persönlicher Betreuung und einem festen Trainingskonzept. Im Kennenlerngespräch klären wir gemeinsam, was zu dir passt.